Porree anbauen im Garten

Porree im Garten anbauen: Tipps zu Aussaat, Boden & Ernte | Beetliebe
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Porree im Garten anbauen: Tipps für eine reiche Lauch-Ernte das ganze Jahr

Ob in der herzhaften Suppe oder als feines Gemüse: Porree (auch als Lauch bekannt) gehört in jedes gut sortierte Beet. In diesem Guide erfährst du alles, was du über den Anbau im Garten wissen musst.

Wer Porree im eigenen Garten anbauen möchte, entscheidet sich für ein äußerst dankbares und vielseitiges Gemüse. Lauchgewächse sind robust, nährstoffreich und können je nach Sorte fast das ganze Jahr über geerntet werden. Damit die langen Stangen jedoch so richtig kräftig werden, solltest du einige grundlegende Regeln bei der Aussaat und Pflege beachten.

In diesem Artikel tauchen wir tief in die Welt des Lauchs ein. Wir klären, warum die richtige Erde entscheidend ist, ab wann du im Freiland pflanzen kannst und warum der Juni ein Schicksalsmonat für deine Ernte sein kann. Egal ob du Profi-Gärtner bist oder gerade dein erstes Hochbeet bei Hornbach oder im Fachhandel geplant hast – dieser Inhalt liefert dir das nötige Wissen.

Statistik: Lauch-Anbau im Fokus

Wachstumsfaktoren

Optimale Keimtemperatur18-20°C
Pflanztiefe für weiße Schäfte15-20 cm
Ernteerfolg bei StarkzehrernHigh

Wusstest du?

Ein Quadratmeter Beet kann im Schnitt 4 bis 6 Kilogramm Porree liefern. Damit ist er eines der flächeneffizientesten Gemüse-Sorten für den Hausgarten.

Der ideale Boden: Nahrung für den Starkzehrer

Porree ist ein klassischer Starkzehrer. Das bedeutet, er benötigt eine Menge Nährstoffe, um seine charakteristischen, dicken Stangen zu bilden. Der Boden sollte tiefgründig gelockert, humusreich und gleichmäßig feucht sein. Sandige Erde ist weniger ideal, da sie Wasser und Nährstoffe zu schnell passieren lässt – hier hilft das Einarbeiten von reifem Kompost oder Hornspänen.

Bevor du mit dem Pflanzen beginnst, solltest du das Beet gründlich vorbereiten. Eine Düngung im Vorfeld (etwa im März) sorgt dafür, dass die jungen Pflanzen ab April sofort auf alle Ressourcen zugreifen können. Achte darauf, dass der Boden nicht zu staunass ist, da dies Fäulnis an der Basis der Stangen begünstigen kann.

Aussaat und Pflanzung: Von April bis Juni

Die Aussaat von Porree kann bereits ab Februar im Haus oder Gewächshaus erfolgen. Ins Freiland umziehen dürfen die Setzlinge meist ab Mitte April, wenn die gröbsten Fröste vorüber sind. Wer direkt im Freiland säen möchte, sollte dies bis Ende Mai erledigen, damit die Pflanzen vor dem Winter groß genug werden.

Ein wichtiger Trick beim Porree-Anbau: Setze die jungen Pflanzen tief in die Erde. Grabe Löcher, die etwa 15 bis 20 Zentimeter tief sind. Nur der oberste Teil der Blätter sollte aus der Erde schauen. Dies führt dazu, dass der Schaft unterirdisch bleibt und dadurch schön weiß und zart wird – ein Qualitätsmerkmal für guten Lauch. Der ideale Pflanzabstand beträgt etwa 15 Zentimeter in der Reihe und 30 Zentimeter zwischen den Reihen.

Mischkultur: Gute und schlechte Nachbarn

In einem gesunden Garten spielt die Nachbarschaft eine große Rolle. Da Porree zu den Zwiebelgewächsen gehört, hat er ganz spezifische Vorlieben und Abneigungen im Beet.

Wer harmoniert mit Porree?

Gute Nachbarn: Erdbeeren, Tomaten, Salat und vor allem Möhren. Die Kombination von Porree und Möhren ist legendär: Der Geruch des Lauchs vertreibt die Möhrenfliege, während die ätherischen Öle der Möhren die Lauchmotte fernhalten. Ein klassisches Win-Win-Szenario für dein Gemüse.

Schlechte Nachbarn: Vermeide die Nähe zu anderen Zwiebelgewächsen, Schalotten oder Knoblauch. Auch Erbsen und Bohnen (Hülsenfrüchte) vertragen sich nicht gut mit Lauch. Diese Pflanzen hemmen sich gegenseitig im Wachstum, da sie ähnliche Krankheiten fördern oder sich durch Wurzelausscheidungen stören.

Pflege durch das Gartenjahr

Besonders im Juni und Juli, wenn die Temperaturen steigen, benötigt der Porree viel Wasser. Er darf niemals komplett austrocknen. Ein weiterer wichtiger Pflegeschritt ist das regelmäßige Anhäufeln. Dabei ziehst du die umliegende Erde immer wieder leicht an die Stangen heran. Dies vergrößert den weißen Anteil des Lauchs zusätzlich.

Schädlinge wie die Lauchmotte oder die Minierfliege können dem Gemüse zusetzen. Hier helfen Kulturschutznetze, die du direkt nach dem Pflanzen über das Beet spannst. Wenn du im Freiland anbaust, solltest du zudem regelmäßig das Unkraut entfernen, da der Porree in seiner Jugendphase konkurrenzschwach ist.

Wann und wie du Porree ernten solltest

Die Ernte richtet sich nach der Sorte. Sommerlauch kann oft schon ab August geerntet werden, während Winterlauch bis weit in das nächste Jahr hinein im Garten bleiben kann. Das Ernten ist denkbar einfach: Lockere den Boden mit einer Grabegabel vorsichtig auf und ziehe die Stangen gerade nach oben heraus.

Winterporree ist extrem frosthart. Du kannst ihn sogar ernten, wenn Schnee liegt. Achte nur darauf, dass du bei gefrorenem Boden nicht zu stark ziehst, um die Stangen nicht abzureißen. Frischer Lauch direkt aus dem Garten hat ein viel intensiveres Aroma als Ware, die lange gelagert wurde.

Quick-Check: Porree erfolgreich anbauen

  • Starkzehrer: Reichlich Dünger/Kompost
  • Tief pflanzen (ca. 15-20 cm)
  • Mischkultur mit Möhren bevorzugen
  • Regelmäßig anhäufeln für weiße Stangen

2 Köstliche Rezeptideen mit Porree

HERZHAFTER KLASSIKER

Cremige Lauch-Käse-Suppe

Drei Stangen frischen Porree in Ringe schneiden und in Butter dünsten. Mit 1 Liter Gemüsebrühe aufgießen, 15 Minuten köcheln lassen und anschließend 200g Schmelzkäse sowie angebratenes Hackfleisch (oder Sojagranulat) hinzufügen. Mit Muskatnuss abschmecken – perfekt für kalte Tage!

VEGETARISCH & EDEL

Überbackener Porree aus dem Ofen

Halbiere die Lauch-Stangen längs und blanchiere sie kurz in Salzwasser. Lege sie in eine Auflaufform, beträufle sie mit Sahne und bestreue das Ganze mit würzigem Bergkäse. Bei 180°C im Ofen ca. 20 Minuten backen, bis der Käse goldbraun ist. Ein Genuss, der den feinen Eigengeschmack betont.

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