Akelei Pflege

Akelei Pflege – Standort, Gießen, Düngen und Schneiden richtig gemacht

Akelei Pflege: So wächst und blüht die Staude gesund

Von Garten-Redaktion Aktualisiert: Juli 2026 8 Min. Lesezeit

Die Akelei (Aquilegia) gehört zweifellos zu den faszinierendsten und unkompliziertesten Schönheiten, die du in unseren Gärten finden kannst. Mit ihren grazilen, oft zweifarbigen Blüten, die an kleine Elfenhüte erinnern, bringt diese historische Pflanze eine unvergleichliche Leichtigkeit in jedes Staudenbeet. Doch was macht die perfekte Akelei Pflege aus? Die erfreuliche Nachricht vorweg: Diese robuste Staude ist herrlich genügsam. Um einen kräftigen Wuchs und eine atemberaubende Blütenpracht im kommenden Frühjahr anzuregen, sind nur wenige, gezielte Maßnahmen notwendig. Wenn du den richtigen Standort wählst, Staunässe vermeidest und den optimalen Zeitpunkt für den Rückschnitt abpasst, wird sich die Pflanze fast wie von selbst in deinem naturnahen Garten ausbreiten. Lass uns gemeinsam eintauchen und erfahren, wie du deine Akeleien richtig verwöhnst!

Akelei Pflege im Überblick

Um dir den optimalen Schnellstart zu bieten, habe ich die wichtigsten Pflegeschritte in einer kompakten Übersichtstabelle zusammengefasst. Du wirst schnell feststellen, dass die gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris) extrem dankbar ist. Sie verzeiht kleinere Pflegefehler im Garten problemlos und benötigt nur zu ganz bestimmten Zeiten im Jahr deine Aufmerksamkeit.

Pflegemaßnahme Empfehlung für deinen Garten
Standort Sonne bis Halbschatten (vorzugsweise lichter Schatten am Gehölzrand)
Wasserbedarf Mittel; die Erde sollte gleichmäßig feucht sein, kurze Trockenheit wird toleriert
Gießen Bei anhaltender Trockenheit im Sommer regelmäßig direkt an die Wurzeln gießen
Düngen Sehr sparsam. Etwas organischer Kompost im zeitigen Frühjahr reicht vollkommen aus
Schneiden Nach der Blüte im Juli bodennah zurückschneiden (verhindert Selbstaussaat)
Winterpflege Hervorragend winterhart im Beet; kein Frostschutz für ausgepflanzte Stauden nötig
Pflegeaufwand Sehr gering – ideal für pflegeleichte Naturgärten und Gartenanfänger geeignet

Zahlen & Fakten zur Aquilegia (Wissenschaftliche Daten)

Die Gattung der Akeleien ist botanisch faszinierend. Die Zahlen verdeutlichen, wie anpassungsfähig und lebendig diese Stauden im Ökosystem agieren.

120+
Registrierte Arten
Quelle: Royal Botanic Gardens, Kew (2024)
5-7
pH-Wert Optimum
Quelle: Bund dt. Staudengärtner (2025)
1.000+
Samen pro Pflanze
Quelle: Landesanstalt für Gartenbau (2025)

Der richtige Standort ist die wichtigste Pflege

Wenn du deine Akelei richtig pflegen willst, fängt alles mit dem perfekten Platz im Garten an. Der Standort beeinflusst nicht nur das Wachstum der grünen Blattrosetten, sondern entscheidet direkt darüber, wie üppig die Blütenbildung im Mai und Juni ausfällt. In ihrer natürlichen Herkunft wächst die Wildform der Akelei (Aquilegia vulgaris) oft an lichten Waldrändern oder auf Bergwiesen. Daher bevorzugt sie Standorte, die das feuchte, humose Mikroklima des Waldes imitieren. Ein durchlässiger, mäßig nährstoffreicher Boden ist für die filigranen Wurzeln ideal.

Akelei im Schatten pflegen

Der Halbschatten oder lichte Schatten ist das absolute Wohlfühl-Eldorado für deine Akeleien. Halbschattige Plätze im Staudenbeet – beispielsweise unter größeren Sträuchern, Bäumen oder auf der Ost- und Westseite des Hauses – bieten genau die richtige Balance aus Licht und kühler Feuchtigkeit. Die Pflanze bildet dort besonders gesunde, kräftige, tiefgrüne Blätter aus. Zudem verblühen die auffälligen Farben wie Blau, Rosa, Violett oder reines Weiß im Halbschatten deutlich langsamer als unter praller Mittagssonne. Im schattigen Bereich lässt sich die Akelei herrlich mit anderen Schattenstauden wie Farnen, Funkien (Hosta) oder Waldmeister kombinieren.

Akelei in der Sonne pflegen

Kann man eine Akelei auch an einem sonnigen Standort pflanzen? Ja, das ist durchaus möglich, erfordert von dir jedoch etwas mehr Aufmerksamkeit bei der täglichen Pflege. In der vollen Sonne steigt der Wasserbedarf deiner Pflanzen dramatisch an. Der Gartenboden darf hier niemals vollständig austrocknen, da die zarten Blätter sonst rasch braun werden und verdorren. Wenn du dich für einen sonnigen Platz entscheidest, hilft eine dicke Mulchschicht aus Rindenhumus oder Rasenschnitt, um die Feuchtigkeit länger in der Erde zu halten. Vermeide jedoch extrem heiße Standorte vor Südwänden oder in Steingärten, da die Akelei mit drückender Stauhitze schlecht zurechtkommt.

💡 Interner Linktipp: Möchtest du detailliert wissen, wie du den perfekten Boden für deine Stauden vorbereitest? Dann lies auch unseren umfassenden Ratgeber zum Thema Akelei Standort und Bodenvorbereitung.

Perfekte Feuchtigkeits-Formel • Etablierte Pflanzen: Nur bei Trockenheit gießen • Jungpflanzen: Erste 4 Wochen feucht halten • Warnung: Staunässe führt zu Wurzelfäule! Mäßig feucht
Infografik: Die ideale Bewässerungsformel für deine Akeleien im Garten.

Akelei richtig gießen

Beim Thema Wasser ist die Akelei erfreulich unkompliziert. Wer den natürlichen Rhythmus der Natur versteht, weiß genau, wann er zur Gießkanne greifen muss. Im Allgemeinen gilt: Etablierte Akeleien, die bereits tief in den Gartenboden eingewurzelt sind, versorgen sich dank ihrer ausgeprägten Pfahlwurzel meist hervorragend selbst.

Wie viel Wasser braucht eine Akelei?

Der konkrete Wasserbedarf hängt maßgeblich vom Alter der Pflanze ab. Frisch gepflanzte Akeleien musst du in den ersten Wochen regelmäßig und durchdringend gießen, damit sie ein stabiles Wurzelnetzwerk aufbauen können. Hast du die Stauden im Frühjahr neu ins Beet gesetzt, halte die Erde gleichmäßig feucht. Ältere, gut eingewachsene Exemplare hingegen benötigen im normalen Sommer kaum zusätzliche Wassergaben. Erst wenn über mehrere Wochen kein Regen fällt und der Oberboden komplett austrocknet, solltest du die Pflanze wöchentlich kräftig gießen. Gieße dabei immer direkt an die Basis der Pflanze, um die zarten Blätter trocken zu halten – das beugt Pilzkrankheiten effektiv vor.

Staunässe konsequent vermeiden

Obwohl die Aquilegia feuchte Böden liebt, reagiert sie auf eine Sache extrem empfindlich: Staunässe. Wenn das Wasser im Beet steht und die empfindlichen Wurzeln nicht mehr atmen können, beginnt die Pflanze schnell zu schwächeln. Die Wurzeln faulen ab, was sich zuerst durch schlaff herabhängende, gelbliche Blätter bemerkbar macht. Achte daher beim Einpflanzen darauf, dichte Lehmböden mit reichlich Sand oder feinem Kies aufzulockern. Eine Drainage-Schicht am Boden des Pflanzlochs wirkt wahre Wunder und rettet deine Akelei vor dem nassen Erstickungstod.

Akelei düngen – wann und womit?

Wie steht es um die Nährstoffversorgung? Hier ist weniger oft deutlich mehr! Wer es mit dem Dünger zu gut meint, erreicht bei der Akelei oft das genaue Gegenteil des Gewünschten. Sie neigt bei Überdüngung dazu, gigantische, tiefgrüne Blätterberge aufzubauen, während die filigrane Blütenbildung fast vollständig auf der Strecke bleibt.

Braucht die Akelei Dünger?

In einem gesunden, lebendigen Gartenboden mit einem gut funktionierenden Bodenleben braucht die Akelei im Grunde keinen künstlichen Mineraldünger. Ihre natürlichen Ansprüche sind minimal. Sie zieht sich die benötigten Nährstoffe tief aus den unteren Bodenschichten. Nur wenn deine Pflanze auf einem sehr sandigen, nährstoffarmen Substrat wächst und im Laufe der Jahre sichtlich an Blühfreudigkeit verliert, solltest du eine sanfte Düngung in Erwägung ziehen.

Der beste Dünger für gesundes Wachstum

Greife am besten auf rein biologische, sanft fließende Nährstoffquellen zurück. Der absolute Favorit aller leidenschaftlichen Gärtner ist reifer **Kompost**. Arbeite einfach im zeitigen Frühjahr (März bis April) eine dünne Schicht von etwa 1 bis 2 Litern Kompost pro Quadratmeter flach in die oberste Erdschicht rund um die Blattrosette ein. Alternativ eignet sich ein rein organischer Stauden-Dünger oder Hornspäne hervorragend. Diese versorgen die Pflanze über Wochen hinweg gleichmäßig und schonend mit Stickstoff und Kalium, ohne die Gefahr einer Überdüngung heraufzubeschwören.

Akelei schneiden – der richtige Rückschnitt

Das Thema **Akelei schneiden** sorgt unter Gartenfreunden regelmäßig für rege Diskussionen. Wann ist der beste Zeitpunkt? Und muss man überhaupt zur Schere greifen? Der Rückschnitt ist zwar kein absolutes Muss für das Überleben der Staude, er steuert jedoch maßgeblich das Erscheinungsbild und die Vermehrung in deinem grünen Paradies.

Muss man Akeleien zurückschneiden?

Nein, aus rein botanischer Sicht ist ein Rückschnitt nicht zwingend erforderlich. Lässt du die Pflanze nach der Blüte unberührt, vertrocknen die Triebe im Sommer und die reifen Samenstände öffnen sich. Die Staude zieht sich im Spätherbst von selbst in ihre unterirdische Wurzelknolle zurück, während die alten, trockenen Blätter im Winter als natürlicher Frostschutz auf dem Boden liegen bleiben. Dennoch bringt ein gezielter Schnitt optische und praktische Vorteile mit sich.

Akelei nach der Blüte schneiden

Der wichtigste Schnittzeitpunkt liegt im Hochsommer, genauer gesagt im **Juli**, direkt nachdem die prachtvollen Blüten verwelkt sind. Wenn du die verblühten Triebe jetzt tief am Boden abschneidest, verhinderst du, dass die Pflanze viel Energie in die Ausbildung von Saatgut steckt. Die gesparte Kraft lenkt die Staude stattdessen direkt zurück in ihre Wurzeln und Blätter. Oft treibt die Akelei kurz nach dem Schnitt noch einmal frisch und kompakt aus. Mit etwas Glück belohnt sie dich im Spätsommer sogar mit einer kleinen, zarten Nachblüte! Zudem ist dieser Schnitt die effektivste Methode, wenn du eine unkontrollierte Selbstaussaat im Staudenbeet unterbinden möchtest.

Akelei im Herbst schneiden

Solltest du den Schnitt im Sommer verpasst haben, bietet sich im Spätherbst (Oktober bis November) eine zweite Gelegenheit. Schneide nun alle abgestorbenen, braun gewordenen Pflanzenteile handbreit über dem Boden ab. Dadurch schaffst du im Beet wieder Ordnung und nimmst Pilzkrankheiten wie dem gefürchteten Echten Mehltau die Möglichkeit, auf den alten Blättern zu überwintern. Der herbstliche Rückschnitt bereitet deine Akeleien optimal auf die anstehende Winterruhe vor.

Akelei verblüht – was tun?

Wenn die Blütezeit der Akelei im Frühsommer langsam zu Ende geht, stehen Gärtnerinnen und Gärtner vor einer wegweisenden Entscheidung. Je nachdem, wie dein Traumgarten aussehen soll, hast du zwei völlig unterschiedliche, wundervolle Möglichkeiten, mit den verblühten Trieben umzugehen.

🌱 Option 1: Selbstaussaat zulassen

Lasse die verblühten Blütenstände einfach stehen. Die Pflanze bildet dekorative, trockene Kapseln, die im Wind rascheln. Sobald sie im Spätsommer aufplatzen, verteilen sich hunderte kleine, glänzende schwarze Samen im Beet. Perfekt für verwunschene Naturgärten, in denen sich die Akelei ihre Plätze selbst aussuchen darf.

✂️ Option 2: Ordnung schaffen

Schneide die Triebe sofort nach dem Welken bodennah ab. Das schont die Kraftreserven der Mutterpflanze, sorgt für ein gepflegtes, sauberes Beetbild und verhindert, dass die Akelei andere, schwächere Stauden im Folgejahr überwuchert. Ideal für strukturierte Rabatten und formelle Gärten.

💡 Interner Linktipp: Willst du die Samen kontrolliert ernten, um sie an Freunde zu verschenken oder gezielt an anderen Stellen auszusäen? In unserem Beitrag Akelei Samen sammeln und richtig lagern zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie es klappt.

Akelei nach der Blüte pflegen

Die richtige Pflege nach der Blütezeit legt den Grundstein für das nächste Gartenjahr. Hier ist Kontinuität gefragt. Die folgende Jahrespflege-Tabelle zeigt dir auf einen Blick, welche Handgriffe in welchem Monat anstehen, damit deine Stauden vital und gesund bleiben.

Zeitraum Wichtigste Pflegemaßnahme nach der Blüte
Mai – Juni Blütezeit in vollen Zügen genießen. Gelegentlich verblühte Einzelblüten abzupfen, um die Nachblüte zu verlängern.
Juli Haupt-Rückschnitt! Verblühte Stängel tief abschneiden, um Kraft zu sparen oder die Selbstaussaat gezielt zu steuern.
August Bei anhaltender Sommerhitze und Trockenheit mäßig gießen. Bodenfeuchtigkeit durch Mulchen bewahren.
September Letzte reife Samenstände für die eigene Aussaat sammeln. Erste frische Blattrosetten für das Folgejahr kontrollieren.
Oktober – November Herbstschnitt durchführen (falls im Sommer nicht geschehen). Altes Laub entfernen, um Pilzsporen im Winter zu reduzieren.
Dezember – Februar Winterruhe. Keine Düngung oder Bewässerung im Freiland erforderlich. Kübelpflanzen an geschützte Orte stellen.

Akelei winterhart machen

Ein großer Pluspunkt für alle Hobbygärtner: Die Akelei ist von Natur aus extrem **winterhart**. Sie trotzt selbst klirrenden Frostperioden von bis zu minus 20 Grad Celsius ohne mit der Wimper zu zucken. Ein spezieller Winterschutz im Beet ist daher im Garten absolut überflüssig. Die oberirdischen Pflanzenteile sterben beim ersten harten Frost ohnehin ab, während das Herz der Staude im Boden sicher überwintert.

Akelei im Topf überwintern

Hast du deine Akeleien als charmanten Blickfang auf dem **Balkon** oder der Terrasse im Topf gepflanzt? Dann sieht die Sache etwas anders aus. Da das Erdvolumen in Pflanzgefäßen und Kübeln stark begrenzt ist, kann der Frost hier wesentlich schneller von allen Seiten bis an die empfindlichen Wurzeln vordringen.

Um ein vollständiges Durchfrieren des Topfes zu verhindern, solltest du folgende einfache Schutzmaßnahmen ergreifen:

  • Stelle den Kübel im Winter an eine geschützte Hauswand, die etwas Wärme abgibt.
  • Umwickle den Topf mit wärmedämmender Noppenfolie, Jute- oder Kokosmatten.
  • Platziere das Gefäß auf einer dicken Styropor- oder Holzplatte, um es vor aufsteigender Bodenkälte zu schützen.
  • Vergiss nicht, die Pflanze an frostfreien Wintertagen ganz minimal zu gießen, damit die Wurzelballen im Topf nicht vollständig austrocknen.

Akelei vermehren durch richtige Pflege fördern

Das Besondere an der Aquilegia ist ihre leidenschaftliche Lust am Selbsterhalt. Wenn du ihr im Spätsommer freien Lauf lässt, sorgt sie durch ihre unbändige **Selbstaussaat** ganz von allein dafür, dass dein Garten jedes Jahr mit neuen, farbenfrohen Überraschungen belebt wird. Da sich die verschiedenen Sorten im Beet extrem leicht untereinander kreuzen, weißt du vor dem Aufblühen im nächsten Frühling nie genau, welche spektakuläre neue Blütenform oder Blütenfarbe dich erwartet!

Möchtest du das Ganze lieber kontrolliert angehen? Dann sammle das reife Saatgut einfach im Spätsommer ein und säe es im Herbst direkt flach an den gewünschten Stellen im Beet aus. Akeleien sind Kaltkeimer und benötigen den winterlichen Kältereiz im Boden, um im nächsten Frühjahr erfolgreich zu keimen.

💡 Interne Linktipps: Erfahre hier mehr darüber, wie du die Vermehrung deiner Lieblingsstauden perfektionierst:

Häufige Pflegeprobleme bei Akeleien

Obwohl die Akelei zu den absolut pflegeleichten Gartenbewohnern gehört, kann es ab und zu vorkommen, dass sie nicht so wächst, wie du es dir wünschst. Keine Sorge – die meisten Probleme lassen sich mit einem geschulten Blick schnell identifizieren und beheben.

Akelei bekommt gelbe Blätter

Wenn sich die sonst so vitalen, grünen Blätter deiner Akelei gelb färben, liegt das in den allermeisten Fällen an Fehlern bei der Bewässerung. Häufigste Ursache ist eine unbemerkt entstandene **Staunässe** im Wurzelbereich. Prüfe die Erde: Fühlt sie sich matschig an oder riecht sie sogar leicht faulig? Reduziere das Gießen sofort und versuche, den Boden durch das Einarbeiten von Sand oder reifem Kompost durchlässiger zu machen. Seltener ist extremer Nährstoffmangel die Ursache. In diesem Fall hilft eine sanfte Gabe von organischem Staudendünger.

Akelei blüht nicht

Deine Akelei weigert sich beharrlich, ihre wunderschönen Blüten zu zeigen? Dafür gibt es meist drei typische Gründe:

  1. Die Pflanze ist noch zu jung: Viele Akelei-Arten sind zweijährig. Das bedeutet, sie bilden im ersten Jahr nach der Aussaat lediglich eine dichte Blattrosette am Boden aus und blühen erst im darauffolgenden zweiten Standjahr. Hab also etwas Geduld!
  2. Extremer Lichtmangel: Steht die Staude im tiefsten, dunkelsten Schatten ohne jegliches Streulicht, spart sie sich die Kraft für die Blütenbildung. Setze sie im Herbst an einen etwas helleren, halbschattigen Platz um.
  3. Zu viel Dünger: Zu hoher Stickstoffgehalt im Boden blockiert die Blütenknospenbildung. Stelle das Düngen komplett ein.

Akelei wächst schlecht

Kringeln sich die Blätter ein oder wirkt der gesamte Wuchs verkümmert, solltest du die Pflanze gründlich auf Schädlinge untersuchen. Akeleien werden im Frühjahr leider recht gerne von der **Akelei-Blattwespe** oder Blattläusen heimgesucht. Auch der Echte Mehltau (ein weißer, abwischbarer Belag auf den Blättern) kann das Wachstum im Sommer stark hemmen. Schneide befallene Pflanzenteile umgehend ab und entsorge sie im Hausmüll (nicht auf dem Kompost!), um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Eine gute Luftzirkulation im Beet beugt Pilzerkrankungen am besten vor.

Akelei Pflege im Jahresverlauf

Um dir die Gartenarbeit noch einfacher zu machen, werfen wir einen kurzen Blick auf den optimalen Pflegekalender für deine Akeleien im Jahreskreis.

🌸 Frühjahr (März – Mai)

Befreie die Blattrosetten im März vorsichtig von altem Laub aus dem Vorjahr. Verwöhne den Boden rund um die Pflanze mit einer dünnen Schicht reifem Kompost, um den Austrieb sanft anzuregen. Achte bei frisch gesetzten Jungpflanzen auf ausreichende Feuchtigkeit.

☀️ Sommer (Juni – August)

Genieße die Hauptblütezeit! Schneide Verblühtes im Juli zeitnah zurück, es sei denn, du wünschst dir eine lebendige Selbstaussaat. Gieße an heißen, trockenen Sommertagen die Stauden im Garten gelegentlich durchdringend am frühen Morgen.

🍂 Herbst (September – November)

Sammle bei Bedarf die reifen Samenstände für die gezielte Vermehrung. Führe im November den herbstlichen Rückschnitt durch und entferne alle abgestorbenen Blätter, um Pilzkrankheiten wie Mehltau im kommenden Frühjahr vorzubeugen.

❄️ Winter (Dezember – Februar)

Die Pflanze ruht tief im Boden. Im Freiland sind keinerlei Pflegemaßnahmen nötig. Schütze lediglich Akeleien, die im Topf oder Kübel auf Balkon und Terrasse stehen, vor dem vollständigen Durchfrieren des Wurzelballens.

Häufige Fragen zur Akelei Pflege (FAQ)

Hier beantworte ich kurz und knackig die brennendsten Fragen, die mir von begeisterten Gärtnerinnen und Gärtnern immer wieder gestellt werden.

Eine etablierte Akelei im Gartenbeet musst du im Grunde nur bei sehr langanhaltenden, heißen Trockenperioden im Sommer regelmäßig gießen. Frisch gepflanzte Stauden oder Exemplare im Topf benötigen hingegen eine gleichmäßig feuchte Erde, ohne dass dabei Staunässe entsteht.
Akeleien sind extrem genügsame Schwachzehrer. Eine hauchdünne Gabe von organischem Dünger wie reifem Kompost oder Hornspänen im zeitigen Frühjahr (März/April) reicht für das gesamte Jahr völlig aus. Zu viel Dünger schadet der Blütenpracht sogar nachhaltig.
Der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt ist direkt nach der Blüte im Juli. Schneidest du die verblühten Stängel tief ab, verhinderst du die Selbstaussaat und stärkst die Vitalität der Pflanze. Alternativ kannst du die vertrockneten Pflanzenteile im Spätherbst bodennah zurückschneiden.
Häufige Ursachen sind ein zu dunkler, schattiger Standort, das junge Alter der Pflanze (Akeleien blühen meist erst ab dem zweiten Standjahr) oder eine Überdüngung mit mineralischem Stickstoffdünger, welcher ausschließlich das Blattwachstum statt der Blütenknospen fördert.
Ja, absolut! Sie gilt als eine der dankbarsten, robustesten und unkompliziertesten Stauden überhaupt. Aufgrund ihrer Geringansprüchigkeit ist sie das ideale Highlight für jeden naturnahen Garten, Bauerngarten und für alle, die ohne großen Aufwand fantastische Blüten genießen wollen.

Fazit – Akeleien brauchen wenig Pflege für viele Blüten

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die wunderschöne **Akelei** (Aquilegia) beweist eindrucksvoll, dass atemberaubende Eleganz im Garten nicht mit anstrengender, stundenlanger Arbeit erkauft werden muss. Ganz im Gegenteil! Wenn du ihr einen passenden, halbschattigen Platz schenkst, sie mäßig feucht hältst und im Frühjahr mit einer kleinen Portion Kompost verwöhnst, dankt sie es dir Jahr für Jahr mit einer spektakulären Blütenfülle. Ob du dich für die Selbstaussaat entscheidest, um deinem Garten einen herrlich wilden, romantischen Charakter zu verleihen, oder ob du durch einen gezielten Rückschnitt im Juli für geordnete Verhältnisse im Staudenbeet sorgst – die Akelei wird dich garantiert nicht enttäuschen. Probier es aus, setze diese pflegeleichte Zauberstaude in dein Beet und freu dich auf das jährliche elfenhafte Blütenfeuerwerk!

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