Unkraut auf dem Kompost – Das solltest du wissen.
Ein gepflegter Garten erfordert regelmäßige Pflege, und dabei fällt oft eine Menge an organischen Abfällen an. Besonders Unkraut sorgt für viel Arbeit und die Frage, wohin damit? Viele Hobbygärtner möchten Unkraut einfach auf den Komposthaufen werfen, doch ist das wirklich eine gute Idee? In diesem Artikel erhältst du Antworten darauf, welches Unkraut sich zum Kompostieren eignen, worauf du achten solltest und welche Methoden helfen, um die Ausbreitung unerwünschter Samen zu verhindern. Welches Unkraut auf dem Kompost?
Darf Unkraut auf den Kompost?
Grundsätzlich kann Unkraut auf den Kompost gegeben werden, doch es gibt einige wichtige Punkte zu beachten. Nicht jede Pflanze ist unproblematisch, denn einige Unkräuter können sich trotz Kompostierung weiterverbreiten. Besonders problematisch sind Unkräuter, die bereits Samen gebildet haben oder sich über Wurzelreste vermehren.

Vorteile der Kompostierung von Unkraut auf dem Kompost:
- Nährstoffrückgewinnung: Unkraut enthält wertvolle Nährstoffe, die beim
Verrotten freigesetzt werden.
- Weniger Gartenabfall: Anstatt Unkraut anderweitig zu entsorgen, kann es
wiederverwertet werden.
- Natürlicher Bodenverbesserer: Kompost sorgt für eine bessere Bodenstruktur und Fruchtbarkeit im Garten.
Nachteile der Kompostierung von Unkraut:
- Verbreitung von Samen: Wenn Unkraut mit reifen Samen auf den Kompost
gelangt, können diese überleben und sich später im Garten ausbreiten.
- Hartnäckige Wurzelunkräuter: Einige Pflanzen, wie Giersch oder Quecke,
können aus kleinen Wurzelresten neu austreiben.
- Unzureichende Temperatur: Ein zu kalter Kompost zerstört Unkrautsamen nicht effektiv.

Welche Unkräuter kann man problemlos kompostieren?
Nicht alle Unkräuter sind problematisch. Junge Unkräuter ohne widerstandsfähige Wurzelausläufer können bedenkenlos kompostiert werden. Dazu gehören unter anderem Pflanzen, die sich leicht zersetzen und keine invasiven Eigenschaften haben.
- Löwenzahn: Die jungen Blätter und Stängel enthalten viele Nährstoffe und
verrotten schnell im Kompost.
- Klettenlabkraut: Diese Pflanze wächst oft in Beeten und zwischen anderen
Gewächsen, ist aber leicht zu entfernen und zersetzt sich schnell beim
Kompostieren.
- Vogelmiere: Dieses oft als lästig empfundene Kraut ist reich an
Mineralien und eine wertvolle Ergänzung für den Kompost.
- Brennnesseln (vor der Samenbildung): Junge Brennnesseln sind besonders
stickstoffreich und fördern die Zersetzung beim Kompostieren.
- Gänseblümchen und Hirtentäschel: Diese Gewächse sind harmlos und tragen
zur Humusbildung bei.
Die genannten Unkräuter sind vor allem dann unproblematisch, wenn sie noch keine Samen gebildet haben. Zudem tragen sie durch ihre Zusammensetzung dazu bei, den Kompost mit wertvollen Mineralien und Spurenelementen anzureichern. Werden diese Pflanzen direkt nach dem Jäten auf den Komposthaufen gegeben, ohne längere Lagerung oder Austrocknung, können sie sich optimal zersetzen und wertvollen Dünger liefern.
Problematische Unkräuter:
- Giersch
- Quecke
- Ackerschachtelhalm
- Disteln
- Löwenzahn
Diese Kräuter haben entweder sehr widerstandsfähige Wurzeln, die im Kompost überleben und sich später im Garten ausbreiten können.
Problematische Unkräuter:
Unkraut auf dem Kompost – die nicht geeignet sind:
- Giersch
- Quecke
- Ackerschachtelhalm
- Disteln
- Löwenzahn
Diese Kräuter haben entweder sehr widerstandsfähige Wurzeln, die im Kompost überleben und sich später im Garten ausbreiten können.
Tipps zur sicheren Kompostierung von Unkraut
- Unkraut trocknen lassen: Bevor Unkraut auf den Komposthaufen kommt,
sollte es gut austrocknen. Dies verhindert, dass es erneut Wurzeln schlägt.
- Hohe Temperaturen erreichen: Ein effizienter Kompostierungsprozess
sollte Temperaturen von 55–70 °C erreichen, um Samen abzutöten. Dies gelingt
am besten in einem gut durchmischten Kompost.
- Jauche ansetzen: Eine Alternative zur Kompostierung ist das Ansetzen von
Unkrautjauche. Besonders Brennnesseljauche ist ein hervorragender
natürlicher Dünger.
- Unkraut zerkleinern: Durch das Zerkleinern der Pflanzen beschleunigt
sich die Verrottung und die Gefahr von Nachtrieben sinkt.
- Geschlossenen Komposter verwenden: Ein Thermo Komposter oder geschlossener Komposter sorgt für höhere Temperaturen und verhindert die Verbreitung von Samen.


Unkraut auf dem Rasen – Kompostieren, oder nicht?
Unkraut, das aus dem Rasen entfernt werden, können in den Kompost gegeben
werden, solange sie keine Samen tragen. Grasreste und Unkraut aus dem Rasen
liefern wertvolle organische Substanz für den Kompost und verbessern die
Qualität im Garten.
Falls der Rasen stark von Unkraut durchsetzt ist, kann das Mulchen eine
Alternative sein. Dabei wird der Rasenschnitt als natürlicher Dünger verteilt,
wodurch Unkraut weniger Chancen hat, sich durchzusetzen.
Alternativen zur Kompostierung – Unkraut auf dem Kompost
Wenn du besonders hartnäckiges Unkraut nicht auf den Komposthaufen geben möchtest, gibt es einige Alternativen:
- Verbrennen (wo erlaubt): In einigen Regionen ist das kontrollierte
Verbrennen erlaubt. Dies ist eine sichere Methode, um die Wurzeln zu
vernichten.
- Biotonne: Problematisches Unkraut kann in der Biotonne entsorgt werden,
da industrielle Kompostierungsanlagen höhere Temperaturen erreichen.
- Vergärung in Jauche: Wie bereits erwähnt, eignet sich Unkrautjauche hervorragend als natürlicher Dünger.
Unkraut kann auf den Komposthaufen, aber nur unter
bestimmten Bedingungen. Junge, samenlose Gewächse sind unproblematisch, während
widerstandsfähiges Unkraut mit Wurzeltrieben problematisch sein kann. Wer sich
unsicher ist, sollte auf Alternativen wie die Biotonne oder Jauche setzen. Mit
den richtigen Maßnahmen lässt sich das Risiko einer ungewollten
Unkrautvermehrung vermeiden, sodass der Garten von einer nährstoffreichen
Umgebung profitiert.
Bilder von erfolgreichen Kompostprojekten auf dem Balkon oder im Garten zeigen,
wie durch die richtige Vorgehensweise fruchtbare Erde entsteht. Nutze die Tipps,
um deinen Kompost effizient zu gestalten und erhalte wertvolle Ressourcen für
deine Beete.